Achat Tierbestattung

Presse - News

Artikel aus der Illertisser Zeitung vom 08.04.2009 (von: Melanie Hofmann)
Das tierische Geschäft mit dem Tod

Tierbestattung Immer mehr Menschen lassen ihren Hund oder ihre Katze im Krematorium verbrennen.

Illertissen Es ist ein Geschäft mit dem Tod. Und es ist ein Geschäft mit viel Liebe - Tierliebe, um genau zu sein. Rund 120 Tierbestatter gibt es laut Verbandsvorsitzender Ulrike Mauthe in Deutschland, und es werden immer mehr. Dazu gehört seit knapp vier Jahren auch "ACHAT" am Illertisser Bahnhof.
Dort kümmern sich die Inhaber Christine und Klaus Barthel um verstorbene Tiere und ihre Besitzer. Dutzende Fotos hängen in einer Ecke des Ladens - Tiere, die sie bestattet haben."Es hilft den Menschen, wenn sie wissen, was mit ihrem Liebling geschieht", sagt Klaus Barthel. "Inzwischen haben wir Hunderte zufriedener Kunden." Dabei seien sie selbst mehr als nur Bestatter. "Das ist eine Dienstleistung, für die man viel Mitgefühl braucht", erklärt er. Und seine Frau ergänzt:"Man muss sich Zeit für die Menschen nehmen, zuhören."

Immer häufiger würden die Tiere zum Sozialpartner ihrer Besitzer, und immer öfter herrsche deshalb große Trauer nach deren Tod. Viele möchten nicht, dass das geliebte Haustier in die Tierkörperverwertung kommt - und suchen deshalb Rat bei einem Tierbestatter.

In Illertissen können sich die Besitzer in Ruhe von ihrem Tier verabschieden, däfür sorgt ein eigens eingerichteter Raum. Danach wird das Tier vorschriftsmäßig in einen Beutel verpackt und kommt in die Kühlung. Einmal die Woche fahren die Barthels zum Krematorium nach Oedheim bei Heilbronn, wo die toten Haustiere eingeäschert werden.
Rund 65 Prozent ihrer Kunden lassen ihren Hund oder die Katze einzeln kremieren, erklärt Klaus Barthel. Am Schluss bekommen sie einen verplombten Beutel mit der Asche ihres Haustieres zurück und können beim Bestatter eine Urne kaufen. Der andere Teil der Kunden entscheidet sich für eine Sammelkremierung. Dabei wird die Asche von mehreren Tieren auf einem Tierfriedhof bestattet. "Es gibt einfach Leute, die können mit der Asche nicht umgehen", sagt Christine Barthel dazu. Manche können es sich aber auch nicht leisten, ihr Tier einzeln kremieren zu lassen. Zwischen 95 und 410 Euro kostet die Einzel-Einäscherung, je nach Gewicht des Tieres. Wer sein Pferd verbrennen lassen will, muss 2500 Euro zahlen. Tier-urnen gibt es ab 30 Euro.

Die Wünsche der Kunden variieren. Manche möchten eine Haarlocke ihres besten Freundeshaben, andere ein letztes Foto oder einen Zahn. Wer will, kann sich aus der Asche auch einen Diamanten fertigen lassen, die Kosten dafürliegen im vierstelligen Bereich.

Ihre Kunden seien so unterschiedlich wie die Gesellschaft, erzählen Christine und Klaus Barthel. Einzig die Liebe zum Tier eine sie. das bestätigt Verbandsvorsitzende Ulrike Mauthe. "Viele schämen sich auch, wenn sie so um ihr Tier trauern", sagt sie. "Doch die Akzeptanz dafür wird immer größer."

In diesem Jahr will der Verband ein Qualitätssiegel verleihen. Dieser soll Tierbesitzern ein Anhaltspunkt dafür sein, dass ein Tierbestatter seriös und transparent arbeitet. Denn durch die steigende Beliebtheit von Tierbestattungen gibt es auch immer mehr Bestatter - die oftmals nur aus einer Anschrift ohne jegliche Serviceleistungen bestünden, so Mauthe.

Artikel aus der Südwestpress Ulm/Neuulm vom 26.01.2008 (von: Karin Mitschang)
Der letzte Weg des besten Freundes

Überreste werde in Anlagen verwertet - Aus Asche kann man sogar Diamanten herstellen lassen
Horrorvorstellung für manche Haustierbesitzer: Tote Tiere, die Tierarzt und Tierheim sammeln, kommen in eine Kadaverbeseitigungsanlage. Immer mehr Ulmer lassen ihre meist vierbeinigen Freunde stattdessen einäschern, aus der Asche gar Diamanten fertigen.

Das kleine Gebäude, das einige Meter vom Tierheimgelände entfernt liegt, erinnert an ein Trafohäuschen. "Hier werden die Kadever gekühlt und einmal pro Woche abgeholt" erklärt Steffi Kohn, Leiterin des Tierheims Ulm, als sie die schwere Tür öffnet: In einem Rollcontainer aus Metall sind mehrere große tote Hunde zu sehen. "Wenn die Besitzer die Tiere bringen, muss man Geduld haben. Alles andere wäre unmenschlich." Oft dauert es eine Weile, bis sich Herrchen oder Frauchen vom vierbeinigen Freund verabschiedet und in die Tonne wirft. Tränen bleiben nicht aus.

Stadtreinigung zuständig
Tierkadaver auf Flächen und Straßen des Stadtgebietes, die niemandem gehören und für die niemand sich interessiert, sind ein Fall für die Stadtreinigung. Die Entsorgungsbetriebe Ulm liefern sie beim Tierheim ab, dabei sind Haustiere, kleine Nutztiere und Wildtiere. Auch manche Tierärzte bringen Kadaver zum Tierheim. Die Zahl schwankt, sagt Kohn: "Manchmal sind es gar keine und manchmal sind es 30 in der Woche." Wenn Tierhalter tote Tiere selber bringen, ist je nach Größe eine Bearbeitungsgebühr von 5 bis 40 Euro fällig. Herrenlose Tiere werden zwei Tage lang aufbewahrt, bevor sie in den Container kommen - für den Fall, dass sich die Besitzer melden. Denn sie bestimmen, was mit dem Kadaver passiert. Oft sei es schwierig den Halter ausfindig zu machen, weil viele Tiere nicht im Haustierregister "Tasso" eingetragen sind, sagt Kohn.

Aus dem Container kommen die toten Tiere in die Tierkörperbeseitigungsanlage Warthhausen bei Biberach. Einmal in der Woche holen ihre Mitarbeiter die Kadaver in Ulm ab. In Warthausen, wo ein Drittel aller baden-württembergischen Kadaver landen - 5000 Tonnen im Monat -, werden die Körper in riesigen Anlagen zerkleinert, sterilisiert und getrocknet. "Das Fett wird aus dem Gewebe herausgepresst und in Fabriken als Brennstoff verwertet", sagt Karl Heinz Löscher von der Verwertungsanstalt. Der Rest ist Tiermehl. Das wird verbrannt oder als Dünger verwendet, je nach Einstufung.

Die Weiterverwertung des geliebten vierbeinigen Freundes zu Dünger ist für manche Tierhalter eine Horrorvorstellung, sagt Klaus Barthel von der Tierbestattung Achat in Illertissen. "Die Tiere sind Familiernmitglieder , die Menschen empfinden nach der gemeinsamen Zeit mit ihnen richtige Trauer". Weil Katzen und größere Tiere nicht im heimischen Garten begraben werden sollten, schon gar nicht wenn der im Wasserschutzgebiet liegt, fragen immer mehr Halter beim Tierheim nach eine speziellen Tierbestattung, um "angemessen" Abschied zu nehmen. Eine solche bietet zum Beispiel Achat an, oder auch Impala in Biberach. Statt Massenverbrennung wählen immer mehr Menschen den vollen Service: persönliche Trauerbegleitung, individuelle Einäscherung. Urnen in allen Formen und sogar Beerdigung auf einem Tierfriedhof. Die meisten Kunden sind Hundebesitzer. Familie Barthel, die das Geschäft Achat führt, hatte in den letzten zwei Jahren mehrere hundert Kunden, Tendenz steigend. Außer der persönlichen Trauerbegleitung bietet Achat auch an, in dem Tierkrematorium eine "Raum der Stille" aufzusuchen. Dort kann man für einen Aufpreis vom Tier Abschied nehmen. Bei Bedarf wird die Bestattung in Einzel- oder Massengräbern auf Tierfriedhöfen organisiert. Einen solchen gibt es zum Beispiel in Wangen im Allgäu.

Das Ganze ist nicht ganz billig. Die individuelle Bestattung eines mittelgroßen Hundes kostet mindestens 200 Euro. Noch exklusiver ist es, aus der Asche des Tieres einen Diamanten herstellen zu lasen: Ein reiner Diamant kostet von 4000 Euro an aufwärts. "Wir arbeiten mit einem Labor in der Schweiz zusammen", sagt Klaus Barthel. Nachdem die Asche des Tieres zu einem Stein zusammengepresst ist, kann der treue Begleiter ein Leben lang in einem Schmuckstück ganz nah beim Besitzer bleiben. Für Tiere, deren Besitzer nicht so spendabel sein können, gilt nach wie vor: "Asche zu Asche, Staub zu Staub"
Original Zeitungsartikel als PDF zum Download ...

Reportage in der Illertisser Zeitung am 19.10.2006 ("Wirtschaft in der Region")

Wissen, wo der Hund begraben wird

Das Unternehmen " ACHAT" in Illertissen organisiert den letzten Abschied vom Haustier
Mit einer eher ungewöhnlichen Geschäftsidee haben sich Christine und Klaus Barthel im November 2005 in der Illertisser Hauptstrasse niedergelassen.Ihr Tierbestattungsinstitut "ACHAT" wendet sich an Haustierbesitzer, die ihrem Tier eine würdige Beerdigung zukommen lassen wollen. Nach fast einem Jahr haben sie sich mittlerweile gut als Dienstleister etabliert. Die IZ fragte nach wie es läuft.

"Wir bekommen hier eine gute Resonanz. Die Haustierbesitzer und auch viele der Tierärzte sind sehr froh darüber, dass es uns gibt. " Nicht von ungefähr hat Klaus Barthel sich für den Standort Illertissen entschieden. Durch eine Marktstudie zusammen mit dem Tierkrematorium in München hat er in der Region einen "weißen Fleck" bei der Tierbestattung entdeckt. So überrascht ihn auch nicht sein großes Einzugsgebiet: "Wir haben Kunden aus Oberschwaben, dem Allgäu, der Bodenseeregion und Vorarlberg." Bei ihren Kunden holen die Geschäftsleute die toten Haustiere, vom Meerschweinchen bis zum Pferd, mit dem Kühlwagen ab; auch rund um die Uhr. Immer mehr nutzen diesen Service.

Haustier ist oft "Familienmitglied"

Für Christine Barthel ist das nur verständlich: "Viele Tierhalter erleben den Tod des Haustiers wie den Verlust eines Familienmitglieds. Und da ist es dann beruhigend, wenn sie ihren Liebsten würdevoll bestatten können und nicht in der Tierkörperbeseitigung entsorgen lassen müssen." Ihr Mann pflichtet ihr bei. Man dürfe die Haustiere natürlich nicht zu sehr vermenschlichen, aber für Einige seien der Hund oder die Katze der einzige Sozialpartner.

Oft kommen die Kunden nach dem Tod ihres Haustiers in Tränen aufgelöst zu ihnen. Es ist dann die Aufgabe von Christine und Klaus Barthel, das Tier nach den Wünschen des Kunden zu bestatten. Die meisten lassen es in München einäschern und erhalten dann eine Urne mit der Asche. Wer für seinen vierbeinigen Freund eine Erdbestattung wünscht, kann auf dem Tierfriedhof in Wangen im Allgäu beerdigen lassen.

Die Barthels helfen bei der Auswahl der Urne, überführen die Körper und sorgen dafür, dass die Bestattung würdig abläuft und sich die ehemaligen Besitzer sicher sein können, die Urne mit der Asche ihres Tieres in den Händen zu halten. Der gelernte Techniker Klaus Barthel bereut es nicht, Tierbestatter geworden zu sein: "Es ist ein gutes Gefühl, den Menschen ein bisschen Trost geben zu können. In diesem Geschäft ist man auch eine Art Seelsorger." Und so können aus Kunden echte Freunde werden: "Eine gute Freundin von uns kam zu Beginn als Kundin hierher, jetzt besucht sie uns mindestens einmal in der Woche."

Reportage in der Südwest-Presse Beilage am 03.06.2006 ("Das Illertal")

Tierbestattung / Unternehmen in Illertissen kümmert sich um würdigen Abschied Hilfe bei Trauer um Katze und Hund Zusammenarbeit mit Tierkrematorium in München

Stirbt ein Mensch, begleiten ihn Freunde auf dem Weg zum Begräbnis. Stirbt ein Haustier, wäre so mancher Tierfreund froh, könnte er ebenso in Würde Abschied nehmen . Ein Tierbestattungs unternehmen in Illertissen hilft dabei. Inge Sälze-Ranz

Seit Jahren begleitet Sina ihre Besitzerin von morgens bis abends. Vormittags liegt die Hündin bei Frau A. Auf dem Sofa, solange diese die Zeitung liest, mittags steht ein langer Spaziergang auf dem Programm, abends bekommt Sina Futter in den Fressnapf, wenn sich auch die Familie an den Esstisch setzt.

Dass die Jahre des zwölfjährigen Dackels gezählt sind, weiß ihre Besitzerin. Damit sie einst würdevoll von ihrer Weggefährtin Abschied nehmen kann, hat sich Frau A. Schon jetzt bei „Achat“ in Illertissen über die Möglichkeit der Tierbestattung erkundigt.

Ein Tierbestattungs-Unternehmen in Illertissen? Wie kommt man denn auf so eine Idee?“Es war diesbezüglich ein weißer Fleck in der Landschaft. Und wir dachten uns, da könnte es Bedarf geben.“ So begründen Klaus und Christine Barthel die Entstehung ihrer Firma. Natürlich haben sie sich vorher genau erkundigt nach Marktchanen, Umgebung und anderen Voraussetzungen. Zwei bis drei Jahre, so schätzen sie, wird es dauern bis der Laden so richtig läuft. Aber immerhin: Das erste halbe Jahr brachte bessere Ergebnisse als erwartet. „Wir erhalten sehr viel positive Resonanz“ freut sich Christine Barthel.

Urnen – Unikate

Der Geschäftsraum der Tier-bestattung „Achat“ beim Illertisser Bahnhof: Helle Sitzgruppen und schlanke Vitrinen mit kleinen Gefäßen in verschiedenen Farben und Formen fallen ins Auge, bunte Keramik-Katzen, eine Art Vasen mit Deckel, kleine Pyramiden, mit Tierfotos verzierte Schmuckdosen. Das alles sind Urnen für die Asche der Tiere. Es gibt sie in den verschiedensten Preislagen von fünf Euro bis zum Künstlerunikat mit nach oben offenen Grenzen.

Das Ehepaar Barthel hat sich genau überlegt, wie man Menschen, deren Haustier gestorben ist, begegnen sollte. Der Firmenname „Achat“ ist vom gleichnamigen Edelstein hergeleitet. „Das Haustier war auch etwas Schönes, Edles für den Menschen, der da trauert“, sagt Christine Barthel.

„Der Kunde muss sich aufgehoben fühlen bei uns“, lautet ihre Geschäftsphilosophie. Wichtig sei deswegen vor allem eine gute Trauerbegleitung. „Das heißt zuhören, reden lassen, helfen, Rücksicht üben.“ Leitgedanke sei stets: „Wer zu uns kommt, hat etwas verloren , das ihm sehr am Herzen lag.“ Was ist zu tun, wenn ein Haustier stirbt? Fürs Begräbnis von Kleintieren im eigenen Garten ist eine Genehmigung erforderlich. In der Regel organisiert der Tierarzt den Transport in die Tierkörperverwertungsan- lage. Dort wird es zerleinert und zu Tierfetten verarbeitet. Viele Tierbesitzer überfällt bei dem Gedanken, dass ihr Liebling so ein Ende nehmen sollte, das kalte Grausen. Die Alternative ist eine Tierbestattung mit Hilfe eines Unternehmens wie „Achat“. In der ganzen Bundesrepublik gibt es bis-her etwa 80 davon. „Achat“ holt das tote Haustier (Hund, Katze, Nager, Vogel, Pferd, Schaf, Ziege oder Schwein) bei Bedarf zu Hause oder beim Tierarzt ab, der Besitzer kann es aber auch selber in den Laden bringen. Je nach Wunsch – und nach Größe des Geldbeutels – wird dann eine Sammeleinäscherung mit anderen Tieren oder eine individuelle Verbrennung verabredet.

Tierfiedhof im Allgäu

Das nächste Tierkrematorium ist in München, dorthin wird es von „Achat“ überführt. Wenn der Besitzer will, kann er der Einäscherung beiwohnen. Die Asche bleibt entweder beim Krematorium oder der Tierbesitzer kann sie in der Urne mit nach Hause nehmen und nach Bedarf in einem Tierfriedhof beisetzen lassen. „Achat“ arbeitet mit dem Tierfriedhof in Wangen im Allgäu zusammen.

Seite speichern
Seite ausdrucken